Zuchtbeschreibung:
Ich heiße Alex, bin 17
Jahre alt und züchte nun seit 6 Jahren NHD-Zwergwidder und seit
diesem Jahr auch Minilops. Durch verschiedene frühere Erfahrungen
arbeitete ich von Beginn an daran, meine Zucht immer artgerechter und
natürlicher für meine Ninchen zu gestalten. Insgesamt habe ich
momentan 12 eigene (erwachsene) Kaninchen: In meiner Häsinnengruppe
leben derzeit 5 erwachsene Häsinnen, 3 junge Häsinnen und Babys aus
4 Würfen. Bei ihnen sitzt außerdem noch ein junger Kastrat, der für
Ruhe sorgt😉
Meine Rammler Joy und Oreo leben ebenfalls nicht alleine, denn Joy lebt mit Lotta, einer kastrierten Häsin und Oreo mit Stracciatella, einem Frühkastraten zusammen. Somit haben alle meine Kaninchen Sozialkontakt und führen ein sehr artgerechtes Leben.
Mein Stall setzt sich aus einem großen und einem kleinen Laufstall zusammen, die an eine Buchtenwand angeschlossen sind. Die Mädelsgruppe hat eine Nachtstallgröße von ca. 14 qm und tagsüber ein Außengehege von über 45qm zur Verfügung. Die beiden Rammler-Pärchen haben nachts 4qm und tagsüber ca. 20qm Platz zum toben und spielen. Ein Teil der Buchtenwand ist für die Häsinnen durch eine Etage vom Laufstall aus zu erreichen und wird extrem gerne als Schlafplatz und Rückzugsort genutzt.
Meine Rammler Joy und Oreo leben ebenfalls nicht alleine, denn Joy lebt mit Lotta, einer kastrierten Häsin und Oreo mit Stracciatella, einem Frühkastraten zusammen. Somit haben alle meine Kaninchen Sozialkontakt und führen ein sehr artgerechtes Leben.
Mein Stall setzt sich aus einem großen und einem kleinen Laufstall zusammen, die an eine Buchtenwand angeschlossen sind. Die Mädelsgruppe hat eine Nachtstallgröße von ca. 14 qm und tagsüber ein Außengehege von über 45qm zur Verfügung. Die beiden Rammler-Pärchen haben nachts 4qm und tagsüber ca. 20qm Platz zum toben und spielen. Ein Teil der Buchtenwand ist für die Häsinnen durch eine Etage vom Laufstall aus zu erreichen und wird extrem gerne als Schlafplatz und Rückzugsort genutzt.
Meine trächtigen Häsinnen
wurden bisher immer am 29. Trächtigkeitstag von der Gruppe getrennt
und verbrachten dann die ersten drei Wochen nur mit Gitterkontakt zur
Gruppe. Da ich allerdings nun nach langer Arbeit eine sehr soziale
und ruhige Gruppe zusammengestellt habe wird es wohl noch in diesem
Jahr den ersten Wurf in der Gruppe geben 😊.
Wie bist du zum Züchten
gekommen?
Nachdem ich 4 Häsinnen
hatte, wollte ich mit einer weiteren meine Gruppe ergänzen. Mein
damaliger Züchter hatte allerdings in diesem Jahr keinen Wurf und
ich habe mich nach alternativen Züchtern umgesehen. Schnell musste
ich jedoch feststellen, dass es bei vielen Züchtern gar nicht
möglich war, die Elterntiere zu streicheln, da diese keinerlei
Kontakt mit dem Menschen wollten.
Mir wurde dann von „meinem“ Züchter geraten, die beiden jüngeren Häsinnen decken zu lassen und ich sagte natürlich nicht nein.
Aus heutiger Sicht war es einerseits sehr naiv und wenn ich von den möglichen Folgen gewusst hätte wäre ich niemals darauf eingegangen. Gott sei Dank ging jedoch alles gut und das vor allem auch, weil die Verpaarungen überwacht wurden und ich genauste Anweisungen bekam, was ich tun sollte damit ich keinen folgenschweren Fehler mache.
Nach diesen beiden Würfen verglich ich meine Babys mit denen der anderen und war regelrecht geschockt wie extrem zutraulich und abenteuerlustig meine Babys doch waren! So begann ich, mich in die Genetik einzulesen und mir im Internet Texte herauszusuchen und im darauffolgenden Jahr hatte ich den ersten Wurf ohne Anleitung.
Mir wurde dann von „meinem“ Züchter geraten, die beiden jüngeren Häsinnen decken zu lassen und ich sagte natürlich nicht nein.
Aus heutiger Sicht war es einerseits sehr naiv und wenn ich von den möglichen Folgen gewusst hätte wäre ich niemals darauf eingegangen. Gott sei Dank ging jedoch alles gut und das vor allem auch, weil die Verpaarungen überwacht wurden und ich genauste Anweisungen bekam, was ich tun sollte damit ich keinen folgenschweren Fehler mache.
Nach diesen beiden Würfen verglich ich meine Babys mit denen der anderen und war regelrecht geschockt wie extrem zutraulich und abenteuerlustig meine Babys doch waren! So begann ich, mich in die Genetik einzulesen und mir im Internet Texte herauszusuchen und im darauffolgenden Jahr hatte ich den ersten Wurf ohne Anleitung.
Inzwischen habe ich mir
mit meiner Zucht zum Ziel gemacht, gesunde und bestmöglich
sozialisierte Kaninchen zu züchten, die gerne mit dem Menschen
kooperieren. Damit will ich anderen Menschen und auch anderen
Züchtern zeigen, wie toll und einzigartig Kaninchen doch werden,
wenn man sie richtig aufzieht und hält.
Was macht eine gute
Zucht aus?
Wenn es um gute Zucht
geht, so gibt es extrem viele Meinungen. Meine persönliche ist
folgende: Als Züchter sehe ich mich zunächst einmal in der
Verantwortung, gesunde Tiere zu züchten. Somit ist es zum einen von
absoluter Notwendigkeit, dass die Zuchttiere einen
Abstammungsnachweis besitzen und frei von Erbkrankheiten sind. Zum
anderen sollten alle Kaninchen geimpft sein und frei von Parasiten
sein, vor allem von Kokzidien, denn diese können bei den Babys schon
nach wenigen Tagen zum Tod führen!
Außerdem finde ich es sehr wichtig, dass man auf das Sozialverhalten seiner Ninchen ein Auge hat. Für mich sind Häsinnen, die sich in der Gruppe oder dem Menschen gegenüber unsozial verhalten nicht zur Zucht geeignet, da sie ihren Babys dieses Verhalten während der Aufzucht anlernen würden!
Ein absolutes Indiz für eine verantwortungsvolle Zucht sind außerdem wenige Würfe. Viele Züchter lassen ihre Häsinnen 2-4 mal im Jahr werfen, was ich überhaupt nicht gut finde. Zum einen hat die Häsin dadurch enormen Stress, zum anderen hat man bei 9 gleichzeitigen Würfen niemals die Zeit, auf jedes einzelne Baby einzugehen.
Außerdem finde ich es sehr wichtig, dass man auf das Sozialverhalten seiner Ninchen ein Auge hat. Für mich sind Häsinnen, die sich in der Gruppe oder dem Menschen gegenüber unsozial verhalten nicht zur Zucht geeignet, da sie ihren Babys dieses Verhalten während der Aufzucht anlernen würden!
Ein absolutes Indiz für eine verantwortungsvolle Zucht sind außerdem wenige Würfe. Viele Züchter lassen ihre Häsinnen 2-4 mal im Jahr werfen, was ich überhaupt nicht gut finde. Zum einen hat die Häsin dadurch enormen Stress, zum anderen hat man bei 9 gleichzeitigen Würfen niemals die Zeit, auf jedes einzelne Baby einzugehen.
Zum
Abschluss müssen dann natürlich auch die Lebensbedingungen der
Kaninchen stimmen. Viele Züchter haben leider nach wie vor reine
Einzelbuchtenhaltung, was ich absolut nicht verstehen kann: Kaninchen
sind soziale Tiere, die viel Platz zum hoppeln benötigen. In einer
guten Zucht leben die Häsinnen mindestens zu zweit und alle
Kaninchen haben minimal 1,5qm Nachtstall (ohne Etagen). Gefüttert
werden sollte auch gesund und natürlich, was leider bei großen
Zuchten finanziell und zeitlich nicht möglich ist weshalb hier dann
leider auf Trockenfutter/Pellets zurückgegriffen wird… Kurzum:
Meistens sind es die kleinen Hobbyzüchter, die am artgerechtesten
und tierfreundlichsten züchten!
Anfänger sollten nicht
züchten („Einmal Babys“), oder?
Obwohl ich selbst genauso
angefangen habe rate ich davon komplett ab! Die allermeisten
Hobbyhalter haben für ihr Kaninchen keinen Abstammungsnachweis und
können so überhaupt nicht wissen, ob es Erbkrankheiten trägt.
Zudem fehlt ihnen jegliches Wissen über Genetik, Geburt oder
Aufzucht der Babys und ohne dieses Wissen bringen sie Mutter und
Babys sehr schnell in Gefahr. Und daran, dass sich ihre geliebte
Häsin durch einen Wurf sehr verändern kann oder dabei sogar sterben
kann, denken leider viele nicht.
Als Tipp für alle diejenigen, die unbedingt einmal Babys beim aufwachsen zusehen wollen gebe ich folgenden Tipp: Fragt doch einfach mal in eurer Umgebung, ob jemand züchtet. Dann könnt ihr dorthin regelmäßig gehen und kleinen Kaninchen beim aufwachsen zusehen. Und vielleicht habt ihr ja dann sogar die Möglichkeit einem davon später bei euch bei euch ein tolles Zuhause zu schenken!
Als Tipp für alle diejenigen, die unbedingt einmal Babys beim aufwachsen zusehen wollen gebe ich folgenden Tipp: Fragt doch einfach mal in eurer Umgebung, ob jemand züchtet. Dann könnt ihr dorthin regelmäßig gehen und kleinen Kaninchen beim aufwachsen zusehen. Und vielleicht habt ihr ja dann sogar die Möglichkeit einem davon später bei euch bei euch ein tolles Zuhause zu schenken!
Wie artgerecht ist
züchten?
Meiner Meinung nach kann
man eine Zucht sehr artgerecht aufbauen. Am wichtigsten ist dabei
eigentlich, dass man den Kaninchen genügend Platz gibt und sie
minimal zu zweit leben (das geht auch bei Rammlern!). Wenn man sie
dann noch gesund ernährt und den Häsinnen humane Wurfpausen bietet
finde ich diese Art der Zucht sehr artgerecht. Um eine Zucht jedoch
artgerecht zu halten, muss sie sehr klein bleiben, denn sonst ist es
finanziell sowie zeit-und platztechnisch nicht machbar!
Lieber Tierheim?
Das kommt eigentlich ganz
auf die Person an: manche Menschen möchten, zum Beispiel nach einem
Todesfall wieder ein Partnerkaninchen. Dann ist es ein großer
Vorteil, ein erwachsenes Kaninchen zu nehmen, da hier dann schon
Charakter etc ausgereift sind und man so quasi auf Anhieb sieht, ob
die Chemie stimmt. Für solche Fälle finde ich das Tierheim als
Anlaufstelle am besten!
Andere Menschen, zu denen
auch ich gehöre, haben ganz eigene Vorstellungen von ihrem
Kaninchen, auch, weil sie zum Beispiel Kinder oder andere Tiere
haben. Dann ist es sehr wichtig, dass die Kaninchen diese Anwesenheit
gewohnt sind und in diesen Fällen finde ich dann einen Züchter die
bessere Alternative, da sich Babys viel schneller und unkomplizierter
an neue Situationen gewöhnen als bereits erwachsene Tiere.
Abschließend ist auch
noch zu sagen, dass ein verantwortungsvoller Züchter kein Tierheim
füllt, denn wenn es im Traumzuhause nicht mehr passen sollte, dann
sollte ein verantwortungsvoller Züchter „sein“ Kaninchen wieder
in seine Obhut nehmen und nach einem neuen Zuhause suchen!
Hier findet ihr das Video:
(Anmerkungen zu den
Videos)
- Bei einem Video ist Rosalie nach ihrem Schlaganfall zu sehen. Ihr fällt momentan noch das Hoppeln bzw Allgemein die Balance zu halten etwas schwer, weshalb sie so schwankt. Ich fände es jedoch trotzdem schön, wenn du das Video mit reinnimmst, da Rosalie und ich fast 4 Tage um ihr Leben gekämpft haben und es mich nach dem ganzen Drama einfach unglaublich glücklich macht, wie stark ihr Überlebenswille ist und wie toll sie sich zurück in die Normalität kämpft 😊
- Teilweise sind in den Videos die Häsinnen mit Babys in einer Einzelbucht zu sehen. Das kommt davon, weil ich letztes und auch dieses Jahr wieder mehrere Würfe gleichzeitig hatte und die Babys sich dann bei den Müttern verteilten… Da die Häsin ja aber Milch nach der Wurfgröße produziert kann es dann sein, dass manche Babys weniger Milch bekommen. Um dies zu verhindern werden die Mütter mit ihren Babys am Abend während der Fütterung (dort werden die Babys normalerweise gesäugt) in Einzelbuchten separiert, sodass alle Babys genug Milch bekommen. Nach der Fütterung dürfen aber natürlich alle wieder in den großen Laufstall zum toben und spielen 😉
Danke an Alex, für den ausführlichen Bericht:
https://www.instagram.com/lopearsofsilverstorm/
https://ofsilverstorm.wordpress.com/
( Werbung, wegen Link Einfügung)

Toller Bericht, wenn du möchtest kannst du ja mal bei meinem Blog vorbei schauen!
AntwortenLöschenwww.total-tierisch.blogspot.com
LG